Tag Archiv für Geburtsvorbereitung

Ein neues Halbjahr mit Angeboten für werdende und junge Väter

Termine

Mit jedem Kurs wird es deutlicher: Kursangebote für Väter im Rahmen der Geburtsvorbereitung erfreuen sich großer Beliebtheit. Zugegeben, vor allem in den Paarkursen stellt sich heraus, dass es häufig die werdenden Mütter es für eine besonders gute Idee halten, wenn ihre Partner bei der Geburtsvorbereitung mit von der Partie sind. Diese Einschätzung wird nicht von jedem Mann geteilt. Wenn allerdings der Kurs vorbei ist, ist die Begeisterung meist bei beiden groß.

Ganz klar, die Paarkurse am Wochenende mit Monika Kanzler-Sackreuther und mittlerweile auch mit Lena Etzel, sind absolute Highlights in der Kursarbeit am Familienzentrum Darmstadt. In diesem Halbjahr bieten wir nun sogar erstmals fünf Kurse an Wochenenden für Paare an, die ihr erstes Kind erwarten, sowie für Paare, die ihr zweites (oder drittes) Kind erwarten.

Selbstverständlich gibt es auch wieder kompakte Abende für werdende Väter, an denen wir uns mit der Rolle des Mannes im Kreißsaal und anderen spannenden Themen rund um den Schritt vom Mannsein zum Vatersein (und Mann bleiben) beschäftigen.

Neu sind die klassischen Geburtsvorbereitungskurse am Abend von meiner Kollegin Lena Etzel. An einem der sechs Abend komme ich dazu und biete speziell etwas für die Männer an. Diese Kurse finden sich nicht in meinem Terminplan, weil sie noch nicht fix festgelegt sind.

Ansonsten könnt Ihr euch hier über mein Kursangebot informieren.

Geburtsvorbereitung und mehr

Kursangebote im Herbst - schaut rein und erzählt es weiter.

Kursangebote im Herbst – schaut rein und erzählt es weiter.

Das Programm des Familienzentrums Darmstadt ist schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Und erneut finden eine Menge Kurse für werdende Väter und junge Väter statt.

Unter „Termine“ findet Ihr einen Kalender mit allen Kursen, an denen ich beteiligt bin. Schaut einmal rein – und sagt es weiter.

 

Ein dicht gepacktes erstes Halbjahr

Zeit für die Seele

Zeit für die Seele – vorbei. Aber jetzt warten schöne Aufgaben

Es ist schön, dass die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr einen anderen Takt hat als die übrige Zeit des Jahres. Das Schönste dabei ist, dass niemand etwas anderes erwartet. Nun ist die Zeit für die Seele in dieser Form aber wieder vorbei – und das ist auch nicht schlimm.

Ich freue mich sehr auf dieses Jahr und die geplanten Aktivitäten. Das erste Halbjahr ist dicht gepackt mit allerlei Kursen und einer Weiterbildung, auf die ich besoders gespannt bin – mehr zur Ausbildung werde ich hier demnächst schreiben.

Nun ist es jedoch an der Zeit, einen etwas genaueren zeitlichen Überblick über meine Kurse in Darmstadt und Bensheim zu geben. Details stelle ich dann in die Termine ein.

Familienzentrum Darmstadt (Gesamtprogramm)

8. und 9. Februar 2013 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung gemeinsam mit Monika Kanzler-Sackreuther (plus Nachtreffen)

2. März 2013 Endlich Papa – und jetzt? (10 bis 14 Uhr, Option auf ein weiteres Treffen am 9. März 2013)

16. und 17. März 2013 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung für Paare, die eine weiteres Kind erwarten gemeinsam mit Monika Kanzler-Sackreuther

26. und 27. April 2013 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung gemeinsam mit Monika Kanzler-Sackreuther (plus Nachtreffen)

25. und 26. Mai 2013 Ganzheitliche Geburtsvorbereitung für Paare, die eine weiteres Kind erwarten gemeinsam mit Monika Kanzler-Sackreuther

8. Juni 2013 Endlich Papa – und jetzt? (10 bis 14 Uhr, Option auf ein weiteres Treffen am 15. Juni 2013)

22. Juni 2013 Fotografieren – eine Vater-Kind-Aktion (15 bis 18 Uhr)

Frauen- und Familienzentrum Bensheim (Programm Eltern-Kind-Kurse)

13. April 2013 Geschichte(n) der Fotografie – eine Vater-Kind-Aktion (14 bis 17 Uhr)

Ich würde mich freuen, wenn auch Interessenten für diese Veranstaltungen über meine Homepge kommen würden. Anmeldungen sind jeweils bei den Einrichtungen möglich.

Dr. med. Helmut W. Mallmann: Vater werden

Buchcover Vater werden vom Urania Verlag.

Sachlich und hilfreich: Vater werden von Dr. med. Helmut W. Mallmann.

Die Rache des Mannes – davor warnt der Autor des Expertenratgebers  „Vater werden – Was künftige Papas wissen müssen“ eindringlich. Unter der Rache des Mannes wird folgendes verstanden: In der Zeit nach der Geburt haben Mutter und Kind naturgemäß eine enge und innige Beziehung. Leicht kann sich der Vater zurückgesetzt fühlen und sich einigeln. Oft kompensiert er diese Situation, indem er sich noch stärker in die arbeit stürzt als zuvor. In einer solchen Situation ist es von großer Bedeutung, dass die Frau signalisiert, dass sich der Vater stärker bei der Säulingspflege und der Sorge um das Kind engagieren soll bzw. darf. Geschieht dies nur unzureichend, so berichtet der Kölner Gynökologe und Geburtshelfer Dr. med. Helmut W. Mallmann aus seiner vieljährigen Erfahrung, kann es zur späten Rache des Mannes kommen, indem er später für die Freiräume und die Freizeitgestaltung des Kindes sorgt, während die Mama im Alltag jene ist, die dem Kind die Grenzen aufzeigt, ja aufzeigen muss. So erkauft sich der Vater die Liebe, die er zu einem früheren Zeitpunkt nicht empfunden hat. Laut Mallmann zeigt dieses Verhaltensmuster ein Auseinanderleben von Vater und Mutter an – und ist damit nicht selten der Grund für eine Trennung, die unter anderen Umständen vielleicht nicht erfolgt wäre.

Ich habe die Rezension dieses 128 Seiten starken Bandes absichtlich mit diesen Ausführungen begonnen, obwohl dieser Aspekt erst gegen Ende des Buches behandelt wird. Aus meiner Sicht sind die die Passagen im dritten Teil dieses Ratgebers unter dem Titel „Die Zeit danach – das Kind ist da!“ besonders wertvoll. Da hier die Geburt des Kindes in den Väter- und Familienzusammenhang gestellt wird. Die ersten beiden Kapitel zur Schwangerschaft und Geburt bieten – in vernünftiger Weise komprimiert – das sachliche und fachliche Wissen, dass Mann haben sollte, wenn es an das Thema Familiengründung, Übergang vom Paar zur Familie, geht.

Neun Monate Schwangerschaft finden auf 34 Seiten Platz. Dabei geht es in der Regel um das Befinden von Mutter und Fötus und die Entwicklung der beiden im Verlauf dieser Geburtsvorbereitungszeit. Es werden aber auch zahlreiche Hinweise gegeben, inwieweit der Väter sich schon in dieser Phase mit der neuen Rolle auseinandersetzen kann und sollte, die er während dieser ersten neun Monate aber auch darüber hinaus einnimmt und einnehmen wird. Es wird unter anderem beschrieben, dass sich das zweite Schwangerschaftsdrittel gut dazu eignet, schon mal Kontakt mit dem Baby im Bauch der Mutter aufzunehmen. Zur gleichen Zeit macht es dann auch schon Sinn darüber nachzudenken, wie der Mann es nach der Geburt mit dem Arbeiten halten will. Auch die ersten Gespräche mit den Vorgesetzten können gerade in dieser Zeit auf fruchtbaren Boden fallen. Einen großen Raum nimmt das Thema Sexualität während der Schwangerschaft ein. Auch hier geht es natürlich ganz besonders um den werdenden Vater und dessen Gefühle und Bedürfnisse. Außerdem werden knapp und sachlich die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik beschrieben. Die Aussagefähigkeit des Cardiotokogramms (CTG) wird anhand von normalen und auffälligen Befunden beschrieben. Auch ein Grundwissen zur Ernährung in der Schwangerschaft kann sich der werdende Vater hier anlesen und seine Partnerin entsprechend versorgen und bekochen.

Sehr ausführlich wird der Geburtsvorgang in dem Buch gewürdigt. Die sachliche Darstellung wird angereichtert durch den authentischen Erfahrungsbericht eines Vaters, der die Geburt seines Kindes schildert. Wichtig ist hierbei: Die Beschreibung weckt keine Ängste. Die Geschichte wird ganz klar eingeordnet und es steht immer das tiefe Empfinden während der Geburt und dabei natürlich das Glücksgefühl im Mittelpunkt. Der Autor geht immer wieder darauf ein, welche Rolle der Mann im Kreißsaal spielen kann und spielen sollte. Wichtige Rollen sind unter anderem:
– Der Mann als Vermittler zwischen Frau und Hebamme oder medizinischem Personal.
– Unterstützer bei der Geburtsarbeit.
– Der Mann als Ideenentwickler, der Auswege aus festgefahrenen Situationen findet.
In diesem Zusammenhang werden auch unterschiedliche unterstützende und die Frau entlastende Haltungen bildlich dargestellt. Und selbstverständlich werden auch alle Instrumente und Mittel, die unter der Geburt zum Einsatz kommen können, vorgestellt.

Wie schon erwähnt: Besonders wertvoll sind dann noch die Ausführungen im dritten Kapitel. Hier kann der erfahrene Mediziner und Leiter von Geburtsvorbereitungskursen aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen. Mallmann konzentriert sich in diesem Teil des Buches vor allem auf die psychosozialen Komponenten das Vaterwerdens. Babyhandling oder ähnliches spielt hier im Prinzip keine Rolle. Rezepte für das richtige Wickeln und Baden finden sich hier also nicht. Dafür die Ermutigung, frühzeitig eine Bindung zum Kind aufzubauen. Mallmann ist ein Fan der Babymassage. Sein Appell zum Schluss seiner Ausführungen: „Väter, massiert Eure Kinder!“

„Vater werden – Was künftige Papas wissen müssen“ ist ein bereicherndes Buch, das knapp auf wesentliche Aspekte des Vaterwerdens eingeht. Insgesamt handelt es sich um ein eher nüchternes und sachliches Werk, dass durch seinen chronologischen Aufbau diesen Charakter nochmals untermauert. Mann kann es für das Aneignen eines Basiswissens durchlesen und dann als Nachschlagwerk immer wieder hervorholen. Es beinhaltet zudem ein Glossar und weiterführende Kontaktadressen und Links zu relevanten Informationsangeboten im Netz. Allumfassend ist das Werk nicht – aber so ist es auch nicht gedacht.

Dr. med. Helmut W. Mallmann, Vater werden – Was künftige Papas wissen müssen, Urania, Neuausgabe 2012, 12,99 Euro (Das Buch ist erstmals 1999 erschienen, 2009 folgte eine aktualisierte Neuauflage. Bisher lautete der Titel: „Papa werden“)