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Kess erziehen – Ich bin dabei

Kess erziehen Logo

An diesem Logo sind „Kess erziehen“-Kurse zu erkennen.

Am Wochenende ist die Ausbildung zum Kursleiter „Kess erziehen – Weniger Stress, mehr Freude“ bei Maria Holtmann, Klaus Luksch und Dieter Güntner in Ludwigsburg zu Ende gegangen. Alle Teilnehmer haben den Anforderungen entsprochen und unter Beweis gestellt, dass sie als „Kess erziehen“-Kursleiter eine gute Figur abgeben. Sie haben gezeigt, dass sie die Kess-Haltung leben und damit auch Eltern vermitteln können. Ich selbst bin auch zu einem großen Fan von allen geworden.

Die Begegnung mit Menschen ist ja sowieso das Größte. Und auch diese Ausbildungsgruppe hat mal wieder bewiesen, dass da draußen ganz viele besondere Menschen mit großartigen Eigenschaften und Ressourcen unterwegs sind. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich an diesen drei Ausbildungswochenenden mit ihnen teilen durfte.

Jetzt sind also die nächsten 16 Kursleiter für den Basiskurs „Kess erziehen“ auf dem Markt. Und sie sind bereit, in die Kursarbeit einzusteigen. Das gilt natürlich auch für mich. Ich hoffe auf reges Interesse. Mit Basisinfos kann sich jeder im Internet versorgen. Vielleicht bekommt der eine oder die andere Lust, einen solchen Elternkurs zu besuchen. Auch dazu gibt es reichlich Informationen im Netz. Ansonsten stehe auch ich selbstverständlich für Fragen rund um die Kurse zur Verfügung.

Der Rache-Kreislauf und ich

Puh und Ahh – das erste Ausbildungswochenende von „Kess erziehen (R)“ ist geschafft. Eigentlich bräuchte ich jetzt erstmal zwei Tage, um mich nochmals intensiv mit den Inhalten zu beschäftigen, und mit mir. Die 48 Stunden waren dicht gepackt.

Nun bin ich also – nach dem ersten Reinschmecken bei einem Workshop – tiefer eingetaucht in Kess – und bin wirklich sehr überzeugt von dem Konzept. Eltern können wirklich unglaublich viel für ihren Alltag mit Kindern mitnehmen. Dabei geht es vor allem darum, den Alltag gelassener zu erleben und den Alltag für alle im System Familie positiver werden zu lassen. Weniger Streit, weniger Konflikte, weniger Machtkämpfe, weniger Adrenalin ausschütten – mehr Lebensqualität.

Positiv ist auch, dass ich in den Rollen- und Anspielen gemerkt habe, dass ich in einigen Situationen als Vater schon vieles richtig mache. Von dieser Basis aus, fällt es dann auch leichter zu verstehen, wann etwas wie schiefläuft. Und eben auch, wie ich aus einer solchen Situation herauskomme, ohne dem Kind und mir zu schaden.

In den ersten zwei Einheiten stehen die Empfindungen der Kinder im Mittelpunkt. Es geht für die Eltern darum, sich in ihre Kinder einzufühlen. Das ist sehr beeindruckend. Vor allem hilft es, sich auch in die Rolle des Elternteils bewusster einfühlen zu können. In einem Anspiel, in dem es um das Verdeutlichen des so genannten Rache-Kreislaufs geht, habe ich die Rolle des Vaters übernommen, der sein spielendes Kind auffordert, mit dem Spielen aufzuhören. Im Rache-Kreislauf geht es um ein verletztes Kind, das durch Beschimpfung und/oder Gewalt deutlich macht, dass es diese Verletzung ebenfalls mit einer Verletzung ausgleichen möchte. Ich habe sehr authentisch gekocht – und die Gruppenleiterin, das Kind, hat mich sehr authentisch beschimpft. Danach war mir klar: Aus einer solchen Situation gehen beide als Verlierer raus. Und diese gegenseitige Verletzung wirkt über den Moment hinaus.

Auf der Basis, dieses ersten Ausbildungswochenendes lässt sich aufbauen. Das Konzept ist sehr klar und nachvollziehbar. Ich freue mich schon heute auf meine ersten Kess-Kurse. Auf dem Weg dahin warten noch zwei weitere Ausbildungsblöcke und viel Praxis – um dann hoffentlich das Zertifikat in Händen halten zu können.

Schon heute kann ich aber Väter – und natürlich Müttern – wärmstens empfehlen, einen solchen Elternkurs zu besuchen. Sie werden bundesweit angeboten.