Väterarbeit und ihre gesellschaftspolitische Dimension

Gestern hatte ich wieder ein sehr anregendes Gespräch mit meinem Kollegen Heiko Litz. Eine Erkenntnis: Obwohl sich schon viel tut im Bereich von Väterarbeit und Neudefinition der Vaterrolle, findet vieles davon – um es überspitzt zu sagen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Väterarbeit hat immer auch eine gewichtige gesellschaftspolitische Komponente, daher ist die Öffentlichkeitswirksamkeit unserer Themen und Anliegen natürlich notwendig.

Es findet durchaus Vernetzung und eine Bündelung von Kräften statt – was aus unserer Sicht notwendig für Aktionen mit einem großen Impact ist – offensichtlich reicht das aber noch nicht aus. Daher geht es weiterhin darum, hier noch mehr zu erreichen. Leider ist die mit großer Hoffnung gestartete und vielen Erwartungen ausgestattete Lobby-Organisation Bundesforum Männer gerade jäh von einem Nackenschlag getroffen worden. Der Bund der Steuerzahler hat sie in seinem Schwarzbuch erwähnt als Organisation, für die Steuergelder verschwendet wird. Das ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker vor allem aus Männerreihen, die in der Organisation nur ein Feigenblatt des Bundesfamilienministeriums sehen. Diesem wird vorgeworfen, das Bundesforum eingerichtet zu haben, um so tun zu können, als wäre man auch für die Männer da – ohne natürlich konkret etwas zu tun. Härteste Angriffe kommen aus Reihen der Männerrechtsverbände wie Agens und Manndat.

Mit solchen Meldungen wird es nicht gerade einfacher, die Anliegen von Vätern, Männern und Jungen in der Öffentlichkeit zu platzieren. Das hält uns aber nicht davon ab, die gesellschaftspolitische Komponente der Väterarbeit intensiv im Auge zu behalten, und uns Gedanken darüber zu machen, wie wir noch mehr Öffentlichkeit erreichen können. Wenn jemand Lust hat, sich hier einzubringen, ist er herzlich dazu eingeladen.

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