Neue Kurse für Väter im Familienzentrum Darmstadt

Du suchst Kurse für Väter und Männer, die es werden wollen. Hier findest du sie.

Du suchst Kurse für Väter und Männer, die es werden wollen.
Hier findest du sie.

Das Jahr ist noch ganz frisch – aber es lohnt sich ein Blick in die Veranstaltungsübersicht des Familienzentrums Darmstadt.

Erneut bin ich an einigen Kursen beteiligt – vor allem rund um die Geburt. Darüberhinaus bietet das Familienzentrum Darmstadt aber auch zahlreiche Kurse für Väter mit ihren Kindern unterschiedlichen Alters an. Das Kursprogramm ist an vielen Stellen in Darmstadt in gedruckter Form erhältlich. Aber selbstverständlich könnt ihr es auch als PDF herunterladen.

Neben meiner Beteiligung an den Geburtsvorbereitungkursen, den Abenden für werdende Papas und den Themenabenden für junge Väter beteilge ich mich dieses Mal auch an einem neuen, sehr interessanten Kurs mit dem Titel „Unser Baby verstehen – Ein Kurs für junge Eltern mit ihrem Baby“. Darin geht es darum, das Baby besser zu verstehen, die Bindung zum Baby zu stärken und Vetrauen in die eigenen Kompetenzen als Eltern aufzubauen.

Die Kurse und Termine, an denen ich beteilgt bin, findet ihr in der Terminübersicht. Anmeldungen zu den Veranstaltungen im Familienzentrum Darmstadt sind nur über das Familienzentrum möglich.

Geburtsvorbereitung und mehr

Kursangebote im Herbst - schaut rein und erzählt es weiter.

Kursangebote im Herbst – schaut rein und erzählt es weiter.

Das Programm des Familienzentrums Darmstadt ist schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Und erneut finden eine Menge Kurse für werdende Väter und junge Väter statt.

Unter „Termine“ findet Ihr einen Kalender mit allen Kursen, an denen ich beteiligt bin. Schaut einmal rein – und sagt es weiter.

 

Neuer Terminüberblick

Terminupdate

Es gibt neue Veranstaltungen von und mit mir, bitte weitersagen.

Der Tag der Arbeit hat seinem Namen alle Ehre gemacht – und so habe ich intensiv an einigen Baustellen gearbeitet, die schon lange offen sind aber noch wenig bearbeitet wurden.

Die bisherige Darstellung der Termine hat mir noch nicht wirklich gefallen. Jetzt habe ich mit der Einbindung eines Google-Kalenders den richtigen Weg gefunden. Nun ist es viel einfacher, sich in meinen Angeboten zurecht zu finden. Es würde mich sehr freuen, wenn sich das in Interesse an meinem Kursangebot niederschlägt. Das würde sicher auch die Veranstalter freuen.

Hier geht es zur neuen Termin-Seite.

Wirkungen der Arbeit mit Vätern

Ein inspirierende Tagung liegt hinter mir und rund 70 anderen Interessierten und Aktiven an und in Väterarbeit. Die Tagung „Wirkungen der Arbeit mit Väter“ von der hessenstiftung – familie hat zukunft, in Kooperation mit dem Väterexpertennetz und der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt im Haus am Dom in Frankfurt.

Wir alle glauben und meinen zu wissen, dass die Arbeit mit Vätern nicht nur wirkt, sondern auch noch positiv wirkt – auf die Väter selbst, auf die Kinder, auf das gesamte Umfeld (inklusive der Unternehmen, in denen Väter tätig sind).

Einige Wirkungsforschung gibt es nun bereits, um das Bauchgefühl mit wissenschaftlichen Daten zu unterfüttern. So richtig etabliert ist dieser Zweig der Forschung allerdings noch nicht – nicht zuletzt dies ist bei der Tagung in Frankfurt deutlich geworden.

Unter die Lupe wurden vor allem die Bereiche Väter in Unternehmen, Väter in der interkulturellen Arbeit und Väter in der Familienbildung genommen. Einige Projekte und Initiativen wurden in diesen Zusammenhängen bereits evaluiert – in der Regel mit positiven Ergebnissen.

Die Arbeit mit Väter und selbstverständlich auch die Evaluierung muss und wird weitergehen. Wir alle wissen nur zu genau, dass da noch viel zu tun ist. Man kann zur empirischen Forschung stehen wie man will: Ohne eine Evaluierung der Arbeit wird es immer schwierig bleiben, finanzielle Mittel für diese Arbeit aus unterschiedlichen Quellen anzuzapfen.

Ein neues Halbjahr für Väter

Du suchst Kurse für Väter und Männer, die es werden wollen. Hier findest du sie.

Du suchst Kurse für Väter und Männer, die Väter werden wollen. Hier findest du sie.

Alltag und neue Projekte haben mich ordentlich in ihren Bann gezogen. Aber mit einem neuen Jahr sollte doch auch der Informationsfluss auf dieser Website wieder anrollen. Und es wird gleich mit dem ersten Eintrag im Jahr 2015 so richtig faktenlastig.

Das Familienzentrum Darmstadt hat erneut eine Menge Kurse und Angebote für Väter im Programm. Und bei ziemlich vielen Programmpunkten bin ich mit von der Partie.

Ein paar der Highlights:

  • Vater-Baby-Lounge, monatlich bis Juli: 25.01., 22.02., 22.03., 19.04., 31.05., 14.06., 26.07.
  • Ein Abend für den werdenden Papa, Geburtsvorbereitungs-Crashkurs – nur für Männer: 19.02., 23.04.
  • Leben und Arbeiten – wie gelingt der Spagat zwischen Arbeit und Familie?: 21.05.

Selbstverständlich gibt es auch wieder Geburtsvorbereitungskurse für Paare (gemeinsam mit Monika Kanzler-Sackreuther).

In den nächsten Tagen aktualisiere ich den Termin-Bereich auf dieser Seite. Ich gebe Bescheid, wenn es soweit ist.

Bei Interesse an einem der Angebote einfach melden oder direkt beim Familienzentrum Darmstadt anmelden – und der Blick in das Programm lohnt auf jeden Fall (dort stehen auch Infos zum Anmeldeprozedere).

Mittendrin in der Väterarbeit

Das zweite Halbjahr ist nur sehr kurz und doch ist der Terminkalender proppenvoll mit Angeboten für Väter. Ich bin wieder gut beim Familienzentrum Darmstadt eingebunden. Heute war die erste Vater-Baby-Lounge. Ein entspannter Vormittag für Väter mit ihren Kindern bis zu einem Jahr. Parallel findet ein Angebot für die entsprechenden Partnerinnen zur Entspannung statt. Väter waren da, die Partnerinnen lassen noch auf sich warten.

Eine Sache ist deutlich geworden: Vätern fehlt es an Angeboten für das Wochenende. Da gibt es noch einiges zu tun. Ansonsten war es eine sehr angenehme Runde.

Hier geht es zum Programm des Familienzentrums Darmstadt.

Die nächste Vater-Baby-Lounge ist am 12. Oktober um 10 Uhr. Die Termine sind einzeln beim Familienzentrum buchbar.

Jungen sind die Bildungsverlierer

Jungen sind die Verlierer in unserem Bildungssystem. Entscheidungen vor Ort beschleunigen den Prozess.

Jungen sind die Verlierer in unserem Bildungssystem.
Entscheidungen vor Ort beschleunigen den Prozess.

Mein heutiges Thema ist nicht gerade neu, allerdings wird ihm nicht die Beachtung geschenkt, die wohl notwendig wäre. Zahlreiche Artikel und Beiträge in den Medien sowie Aufsätze wurden dazu schon verfasst. Mit diesem Beitrag möchte ich euch da draußen dafür sensibilisieren, ein Auge darauf zu werfen, was in Einrichtungen wie Kitas und Schulen geschieht und die Entscheidungen und Entwicklungen kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Entsprechend erwartet euch hier kein wissenschaftlicher Beitrag – das ist vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt einmal denkbar. Ich möchte einfach nur ein paar Ereignisse und Beobachtungen aus meinem direkten Umfeld schildern, die Hinweise und Argumente dafür liefern, dass Jungen die Bildungsverlierer in unserer Gesellschaft sind.

In Bickenbach an der Bergstraße leben rund 5500 Menschen, es gibt eine große Kita, eine kleine Kindergruppe und eine Grundschule. Die Mischung von Alteingesessenen und Zugezogenen ist recht ausgewogen. Bickenbach liegt in der Nahtstelle vom Rhein-Main-Gebiet im Norden und Rhein-Neckar-Raum im Süden. Gehört also irgendwie zum Speckgürtel. Soviel zur Einordnung.

Die Entwicklung von Jungen und der Umgang mit ihnen muss ein Interesse von mir sein, schließlich haben wir selbst zwei Jungs. Es sind oft nur Details, die darauf hindeuten, dass Jungen bei den pädagogischen Überlegungen in Kita und Grundschule hinten herunterfallen. Das ist das perfide. Viele Dinge entwickeln sich schleichend. Am Ende stehen bei solchen Prozessen oft die Fragen: „Wie konnte das nur passieren? Wie konnte es nur so weit kommen?“

Beispiel 1: Vor allem im Jahrgang meines großen Sohnes gibt es einen deutlichen Jungenüberschuss. Auf ein Mädchen kommen zwei Jungs. Das Fußballspielen auf dem an den Schulhof angrenzenden Bolzplatz ist den Jungen heilig. Es gibt einen Spielplan für die Woche, damit auch alle Klassenstufen zu ihrem Recht kommen. Selbstverständlich geht es nicht immer ohne Konflikte, Streit und auch handgreifliche Auseinandersetzungen zu. Kürzlich eskalierte das Ganze ein wenig. Der erste Reflex in der Lehrerschaft: Wir sollten das Fußballspielen verbieten. So wurde es von einer Lehrerin geäußert. Dazu kam es zum Glück nicht, auch weil jene Lehrerin, die diesen Satz aussprach, nochmal darüber reflektierte, was ein solches Verbot bedeutet hätte. Vor allem erinnerte sich daran, dass sie selbst einen Fußball spielenden Jungen im selben Alter hat. So etwas ist dann einfach Glück.

Beispiel 2: In der Schule steht ein größerer Umbau an. Zu diesem Zweck müssen einzelne Klassen in Container umziehen. Wohin sollen die Container gestellt werden? Schulleitung und Lehrerinnenschaft haben sich für den Bolzplatz entschieden. Mindestens ein Schuljahr lang kein Fußball in den Pausen? Eine Katastrophe. Zum Glück hatten hier andere Entscheider zu bestimmen, wo die Container hinkommen. Die Container stehen mittlerweile, der Bolzplatz ist weiter frei zugänglich und wird bespielt.

Beispiel 3: Klassische Bundesjugendspiele mit Wettbewerbscharakter sind mittlerweile verpönt. Den Kindern soll die Frusterfahrung erspart werden. Der Spaß am Sport soll erhalten bleiben. Kinder sollen sich bewegen, Bewegung ist gesund – Störfeuer werden nicht geduldet. Eine Bekannte jenseits der 50 hat kürzlich von ihren Erfahrungen bei den Bundesjugendspielen damals berichtet. „Für die Jungs war das toll, für uns Mädchen ein furchtbarer Tag. Aber wir haben uns durchgebissen.“ An unserer Schule gibt es nun sogenannte alternative Bundesjugendspiele. Weniger Druck, weniger Wettbewerb. Nach den Aussagen der Bekannten ist mir klar geworden, dass auch hier eine Entscheidung gegen die Jungen getroffen wurde. Im Abschlussgespräch mit der Klassenlehrerin unseres großen Sohnes hat diese übrigens gesagt, dass unser Sohn ihrer Meinung nach Defizite bei der Frustbewältigung hat. Darauf sollten wir in Zukunft ein Auge werfen. Merkt ihr was?

Beispiel 4: Ganz aktuell gibt es eine sehr weitreichende Entscheidung an der Grundschule in unserem Dorf. Die Grundschrift wird eingeführt. Die Druckschrift in der ersten Klasse mit anschließendem Erlernen der Vereinfachten Ausgangsschrift ist passé. Es gibt nur noch die an die Druckschrift angelehnte Grundschrift als Grundlage für eine selbst zu entwickelnde Schreibschrift. Eine der Begründungen unserer Pädagoginnen: Vor allem Jungen haben Defizite im Bereich der Feinmotorik. Man möchte sie entlasten und nicht mit dem Erlernen einer originären Schreibschrift quälen. Gilt nicht der Grundsatz, dass bestimmte Fertigkeiten wie Feinmotorik gefördert werden müssen? Warum wird in der Frühpädagogik gemalt, mit der Schere hantiert oder gebastelt? Das Argument der Überforderung in diesem Zusammenhang ist fatal. Ein Ergebnis der Einführung der Grundschrift wird sein, dass Jungen mit dem Schreiben noch mehr auf Kriegsfuß stehen werden, als es heute schon der Fall ist. Ganz typisch: Unter dem Deckmantel des pädagogisch Sinnvollen für eine problembehaftete Gruppe (hier Jungen, aber es geht auch um Inklusions-Kinder und andere Gruppen) werden weitreichende Entscheidungen getroffen, in dem Glauben etwas Gutes zu tun. Die Betonung liegt auf Glauben, von Wissen kann beim Thema Grundschrift nämlich keine Rede sein. Aber zu diesem Thema wird es gelegentlich sicher auch einmal mehr zu sagen geben.

Diese vier Beispiele aus der Provinz zeigen: Wir Eltern von Jungen müssen wachsam sein. Gerade Väter sind hier gefordert, sich einzubringen und die Entwicklungen kritisch zu begleiten. Mein ganz klarer Hinweis: Das braucht Zeit und Engagement. Und selbstverständlich ist unsere Erziehungsarbeit in der Familie gefragt. Ich bin aber überzeugt, dass sich der Einsatz lohnt.

Selbstverständlich hätte dieser Beitrag auch auf textclip.de oder gar passionpapa.de stehen können. Aus dem eben erwähnten Grund ist es diese Seite geworden.

Dem ersten Appell, die Entwicklungen in diesem Feld kritisch und konstruktiv zu begleiten, schließt sich eine zweite Bitte an: Wenn Ihr in eurem Umfeld über ähnliche Entwicklungen und Entscheidungen berichtet könnt, nehmt bitte Kontakt zu mir auf. Über das Kommentarfeld unter dem Post oder per Mail. Bei Gelegenheit trage ich die Berichte dann wieder zusammen.

Sinneserfahrungen in der Steinesmühle

Jetzt liegt das Vater-Kind-Wochenende der Kath. FBS Wiesbaden schon wieder fast eine Woche zurück. Erneut haben sich die Väter mit ihren Kindern in der Steinesmühle in Laubach-Münster am Rand des Vogelbergs getroffen. Gemeinsam mit Phillipp Michele habe ich ein Wochende geplant, das unsere sieben Sinne in den Fokus rückte.

Durch den Schwerpunkt auf fotografische Aufgaben am Samstag haben selbstverständlich die Augen und das Sehen eine herausgehobene Rolle gespielt. Aber es wurde auch gerochen, gehört und geschmeckt (vor allem beim wie immer leckeren Mittagessen). Und natürlich ist auch die Bewegung nicht zu kurz gekommen.

lagerfeuer

Das Lagerfeuer ist selbstverständlich ein wesentliches Element an einem solchen Vater-Kind-Wochenende in der Natur.

Trotz des Sommertermins konnten wir uns des stabilen Wetters nicht sicher sein, daher haben wir schon am ersten Abend ein Lagerfeuer entzündet. Das war eine richtige Entscheidung, wenngleich auch am Samstag das Wetter zum Abend hin wieder besser wurde. Die wenigen Regentropfen haben wir einfach weggedunstet. Das Lagefeuer haben die Kinder das ganze Wochenende am Leben erhalten. Der bedachte Kontakt zum Feuer ist eine wichtige Primärerfahrung.

Den Papa eine Wochenende ganz allein für sich haben. Das ist vor allem für Kinder, die sich im Alltag die Zuneigung und die Zeit von Papa und selbstverständlich auch Mama mit ihren Geschwistern teilen müssen, ganz wichtig. Insofern gibt es immer auch Väter, die bewusst nur mit einem der Kinder auf eine solche Freizeit fahren. Das honorieren diese mit einer deutlichen Bindungsstärkung – das merken auch die Väter, und damit spüren auch diese wieder eine engere Bindung zu ihren Kindern. Aber auch die Väter, die mit all ihren Kindern solche Wochenenden besuchen, profitieren in hohem Maße. Für die daheimgebliebenen Mütter ist es zudem auch einmal etwas sehr Schönes, ein Wochenende für sich zu haben.

Der nächste Termin wurde bereits vereinbart. Auch im Juni 2015 wird es wohl ein Wochenende der Katholischen Familienbildungsstätte Wiesbaden in der Steinesmühle geben. Termin: 19. bis 21. Juni. Einfach vormerken.

Ein Hessentag zum Mut machen

Das war ein richtig heißer Tag. Am Pfingstmontag war ich am Stand der hessenstiftung – familie hat zukunft mit dem Thema „Väterbegleitung von Anfang an“ auf dem Hessentag in Bensheim. Weit über 100000 Besucher sind nach Veranstalterangaben über das Gelände gelaufen, ein Teil davon kam auch an unserem Stand vorbei. Ein Kicker vor dem Pavillon verführte dann doch einige zum schweißtreibenden Spiel – und gab uns Gelegenheit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Der Stand der hessenstiftung auf dem Hessentag am Pfingstmontag.

Der Stand der hessenstiftung auf dem Hessentag am Pfingstmontag.

Und es gab einige interessante Gespräche. Da war das junge Paar, das vor der Geburt des ersten Kindes keinen Geburtsvorbereitungskurs besucht hat. Sie bedauern es heute. Es sei vieles schief gelaufen. Bei der Geburt und danach. Beim nächsten Mal wollen sie sich auf jeden Fall besser vorbereiten. Dann gab es einige Väter, die sich gern über das Vatersein unterhalten und dann auch einen kleinen Fragebogen zum Thema Vatersein ausgefüllt haben. Diese Bögen werden zum Hessischen Vätertag am Sonntag ausgewertet. Ein erster Blick auf die Antworten zeigt, wie intensiv die Auseinandersetzung mit dem eigenen Vatersein bei vielen Vätern doch ist. Das macht Mut.

Dann gab es auch viele Menschen, die einfach nur an unserem Stand vorbeigelaufen sind. Einige haben sich nach meinem Vaterberater-Rollup umgeschaut, sich gewundert, ein wenig dafür interessiert. 80% von ihnen Frauen. Einzelne haben geschmunzelt, andere ihren Partnern hinterhergerufen: „Das ist doch was für Dich!“ Einige Männer hat das auch in Verlegenheit gebracht. Andere haben direkt reagiert: „Bei mir ist einiges falsch gelaufen, aber ich stehe dazu.“ Frauen und vor allem Mütter sind immer noch wichtige Multiplikatoren für das Thema Vatersein. Dabei gibt es doch hier eine gute Möglichkeit für Männer, sich zu emanzipieren und nicht erst auf die Partnerin zu warten, die sie anregt, sich mit dem Thema auf eine etwas intensivere und andere Art zu befassen.

Auch wenn die Marketingeffekte im ersten Moment bei einem solchen Auftritt überschaubar bleiben. Jede dieser Aktionen hilft, das Thema Vatersein und aktive Vaterschaft in die Öffentlichkeit zu bringen. Vielleicht haben wir es geschafft, wieder ein paar Menschen zum Nachdenken anzuregen. Und selbst der Gedanke daran macht einfach Mut.

Väter als Experten?

Es gibt doch immer wieder überraschende Wendungen. Klar, damit müssen wir stets rechnen. Gerade jetzt bin ich aber doch einigermaßen verwirrt.

Kürzlich hatte ich eine Anfrage für einen Workshop von einer Eltern-Kind-Kur-Klinik. Man wolle die Mitarbeiterinnen für typische Väterthemen sensibilisieren, da es immer häufiger vorkomme, dass Väter mit ihren Kindern eine Kur absolvieren. Arbeitstitel: „Väter erziehen anders“. Es sollte um moderne Väterbilder, die Bedeutung von Vätern für die Entwicklung der Kinder, Vater werden/Vater sein und andere wichtige und spannende Themen gehen.

Das finde ich grundsätzlich eine sehr gute Idee. Zum Glück spüren wir immer stärker, dass die Themen „Väter“, „Vaterschaft“ und „Väterlichkeit“ mehr Öffentlichkeit bekommen. Und Relevanz haben.

Leider habe ich den Auftrag nicht bekommen. Das ist schade, aber an sich auch noch nicht schlimm. Dafür habe ich aber eine offizielle Begründung erhalten, die mich stutzig macht und zeigt, dass wir Männer/Väter hier noch einen weiten Weg vor uns haben. Die Wahl fiel nämlich auf eine Frau, also nicht etwa auf einen anderen Mann und Vater. Eine Frau aus der Wissenschaft, hieß es noch. Also, ich bin baff. Es gibt ja doch einige Männer, die in diesem Feld unterwegs sind und sicher sehr, sehr kompetent wären, einen solchen Workshop zu bestreiten. Von mir aus auch aus der Wissenschaft.

Nochmal kurz das Thema: „Väter erziehen anders“. Na gut, wahrscheinlich kennen sich Frauen da doch ein bisschen besser aus.